Atomdeal mit Iran: Kurden fürchten weitere Aggressionen

Pressemitteilung 3-2015

Frankfurt am Main, den 14. Juli 2015

Der Westen feiert den Atomdeal mit Iran als angeblichen Durchbruch und macht dabei „einen historischen Fehler großen Ausmaßes“, ist der Vorsitzende der Deutsch-Kurdischen Juristenvereinigung Kahraman Evsen überzeugt. „Dem Mullah-Regime in Teheran kann man nicht trauen. Die 12 Millionen Kurden in Iran machen diese schmerzhafte Erfahrung seit Jahrzehnten tagtäglich“, führt er weiterhin aus. 

Fast auf den Tag genau vor 26 Jahren wurde am 13. Juli 1989 der charismatische Kurdenführer Dr. Abdul Rahman Ghassemlou, Generalsekretär der Demokratischen Partei Kurdistans in Iran (DPKI), in Wien ermordet. Dr. Ghassemlou und seine engsten Wegbegleiter wurden zu angeblichen Friedensverhandlungen nach Wien gelockt und seitens des iranischen Geheimdienstes auf brutalste Art und Weise ermordet. Von einem "bösen, brutalen und vorbereiteten Verbrechen" sprach der damalige Nationalratspräsident und heutige österreichische Bundespräsident Dr. Heinz Fischer bei einer Gedenkfeier zu Ehren von Ghassemlou. 

Am 17. August 1992 wurde Ghassemlous Nachfolger Sadegh Charafkandi nach einer Tagung der Sozialistischen Internationale (SI) mit drei Mitarbeitern im Restaurant "Mykonos" in Berlin ermordet. Die deutsche Justiz warf dem Iran Staatsterrorismus vor. Nach ihren Erkenntnissen wurden auch die Wiener Morde von der obersten iranischen Führung angeordnet. 

Verfolgung und Unterdrückung durch die iranische Zentralmacht ließen im Laufe der Zeit nicht nach, im Gegenteil. Seit dem Amtsantritt von Präsident Hassan Rohani sind 1800 Menschen in Iran hingerichtet worden. 

Ajatollah Khamenei und andere Verantwortliche des Regimes müssen für die begangenen Menschenrechtsverletzungen angeklagt werden, vor allem für die willkürlichen Hinrichtungen politischer Gefangener. Beispielhaft zu nennen ist hier der kurdische politische Gefangene Mansour Arvand, ein bekannter Sportler aus Mahabad, der als „Feind von Gott“ aus rein politischen Gründen verhaftet und ohne eine Möglichkeit der Verteidigung durch einen Anwalt verurteilt, inhaftiert, gefoltert und schikaniert wurde und der dafür in den Hungerstreik trat. Man versprach ihm daraufhin, seine Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umzuwandeln. Am 14. Juni wurde er dennoch hingerichtet. 

Infolge der gelockerten Sanktionen wird Iran seinen Einfluss nutzen, um Aggression und Terror in der Region und der Welt vorantreiben. "Um Autonomiebestrebungen der eigenen kurdischen Bevölkerung entgegenzutreten, wird Iran versuchen, mit aller Gewalt die Errungenschaften der Kurden in Irak und Syrien zu torpedieren", befürchtet Evsen.

5. Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main Samstag, 25 Juli, 2015 - 12:00 Uhr
Gründungsfeier der Deutsch-Kurdischen Juristenvereinigung Samstag, 27 Juni, 2015 - 16:00 Uhr
4. Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main Samstag, 30 Mai, 2015 - 12:00 Uhr
3. Mitgliederversammlung in Bonn Samstag, 4 April, 2015 - 12:00 Uhr
2. Mitgliederversammlung in Köln Samstag, 28 Februar, 2015 - 12:00 Uhr

Offener Brief der Deutsch-Kurdischen Juristenvereinigung an die Bundesregierung Deutschlandzum militärischen Angriff und Einmarsch der Türkei am9.Oktober 2019 in Nordsyrien

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Wir, die Deutsch-Kurdische Juristenvereinigung, fordern die Bundesregierung und die Europäische Union auf,sofort drastische Maßnahmen gegen die militärischen Angriffe und den... mehr

DKJV kritisiert türkischen Einmarsch in Nordsyrien

Verband wirft der Regierung Erdoğan völkerrechtswidrigen Angriff vor

 

Datum:

27.01.2018

Ort:

Frankfurt am Main.

 

 

Als nicht hinnehmbaren Bruch des Völkerrechts kritisiert die Deutsch Kurdische Juristenvereinigung die jüngst unter dem Namen „Operation Olivenzweig“ begonnene Militäroffensive der... mehr

Öffentlicher Appell an die deutsche Bundesregierung sowie die Institutionen des Europarates, der OSZE und der NATO

Frankfurt a.M., den 28. Juli 2016

Die Deutsch-Kurdische Juristenvereinigung e.V. schließt sich dem nachfolgenden Öffentlichen Appel der Deutschen Sektion der International Association Of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA) an.

IALANA Stellungnahme: Öffentlicher Appell an die deutsche Bundesregierung sowie die Institutionen des Europarates, der OSZE und der NATO... mehr

Wahl eines neuen Vorstandes

Liebe Mitglieder,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

sowie liebe Besucher,

 

die Deutsch- Kurdische Juristenvereinigung e.V. hat auf seiner Jahreshauptversammlung in Koblenz am 28.05/29.05.2016 einen neuen Vorstand gewählt.

Der (neu gewählte) Vorstand bedankt sich bei allen Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen und freut sich, in der kommenden... mehr

DKJV verurteilt das Vorgehen der Türkei gegen Zivilisten im kurdischen Cizîr

Pressemitteilung 12/2015

Frankfurt am Main, den 07.September 2015

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