Kurden gründen erste juristische Fachorganisation in Deutschland

Pressemitteilung 1-2015Frankfurt am Main, 24. Juni 2015Für den 27. Juni 2015 plant die Deutsch-Kurdische Juristenvereinigung e.V. eine große Gründungsfeier an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, bei der die Ziele der Vereinigung der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.Die Deutsch-Kurdische Juristenvereinigung e.V. will sich für die Zusammenarbeit zwischen der Justiz in Deutschland und Europa und den rechtlichen Institutionen in den mehrheitlich von Kurden besiedelten Regionen im Nahen Osten einsetzen. In diesen Regionen will sie sich für rechtsstaatliche und demokratische Strukturen sowie für Minderheitenrechte starkmachen.Darüber hinaus will sie sich auch für die Integration der Kurden in Deutschland engagieren, fachliche Beiträge zum deutschen und europäischen Asyl- und Ausländerrecht leisten und die Zuwanderungsdebatte mitprägen.Nicht zuletzt die jüngsten Angriffe des sogenannten „Islamischen Staates“ auf die kurdischen Regionen haben die Anfälligkeit des dort bestehenden institutionellen Gefüges vor Augen geführt. Der Aufbau demokratischer und rechtstaatlicher Strukturen in Kurdistan sowie Schutzmechanismen für Minderheiten wie Eziden und Christen sind nicht nur im Interesse der Kurden selbst, sondern auch im außenpolitischen Interesse der Bundesrepublik Deutschland. In einer von Gewalt und Konflikten gebeutelten Region haben die Kurden unter Beweis gestellt, dass sie verlässliche Partner des Westens sind und für Demokratie, Minderheitenrechte, Religionsfreiheit und Geschlechtergleichheit stehen.Vor diesem Hintergrund will sich die Deutsch-Kurdische Juristenvereinigung e.V. als Mittlerin zwischen Vertretern der deutschen und europäischen Gesellschaft und den Kurden in Deutschland, Europa und Kurdistan anbieten. So möchte sie dazu beitragen, dass die Integration in Deutschland gelingen kann und die institutionellen Strukturen in Kurdistan gestärkt werden.Die Kurden sind das größte Volk auf der Welt ohne eigenen Staat. Eine Million Kurdinnen und Kurden aus der Türkei, dem Irak, dem Iran und Syrien leben in Deutschland. Aufgrund politischer Verfolgung waren sie gezwungen, ihre Heimatregionen zu verlassen. Mittlerweile leben sie in zweiter und dritter Generation in Deutschland. Ihnen ist ihre kurdische Herkunft wichtig, gleichzeitig sehen sie sich aber auch als Deutsche und Europäer und wollen dauerhaft in Deutschland bleiben.

5. Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main Samstag, 25 Juli, 2015 - 12:00 Uhr
Gründungsfeier der Deutsch-Kurdischen Juristenvereinigung Samstag, 27 Juni, 2015 - 16:00 Uhr
4. Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main Samstag, 30 Mai, 2015 - 12:00 Uhr
3. Mitgliederversammlung in Bonn Samstag, 4 April, 2015 - 12:00 Uhr
2. Mitgliederversammlung in Köln Samstag, 28 Februar, 2015 - 12:00 Uhr

Genozid an den Êzîden in Şengal jährt sich zum ersten mal

Pressemitteilung 7-2015

Frankfurt am Main, den 03.08.2015

Heute jährt sich der Völkermord an den Êzîdinnen und Êzîden durch die Terrorgruppe "Islamischer Staat" im Sindschar-Gebirge zum ersten mal. Bereits vor einem Jahr waren vor der Schreckensherrschaft der islamistischen Extremisten mehrere hunderttausend Menschen auf der Flucht. Die meisten sind es bis heute... mehr

Türkei tötet Zivilisten und verletzt humanitäres Völkerrecht

Pressemitteilung 6-2015

Fankfurt am Main, den 02. August 2015

Die andauernden Angriffe der Türkei, die fast ausschließlich auf die kurdische PKK und kurdische Siedlungsgebiete geflogen werden, fordern nun definitiv erste zivile Opfer. Bei den Angriffen sollen bisher 260 Menschen getötet und 400 verletzt worden sein. Einem Medienbericht von Spiegel Online... mehr

Erdogan spielt mit dem Feuer: Kurden wollen Frieden

Pressemitteilung 5-2015

Frankfurt am Main, den 27. Juli 2015

Als Reaktion auf den Terroranschlag von Suruc am 20. Juli 2015, bei dem 32 junge Menschen ums Leben kamen, kündigte die türkische Regierung ein energisches Vorgehen gegen terroristische Gruppen an. Während  die gesamte Welt davon ausging, dass türkische Sicherheitskräfte gegen den IS vorgehen würden,... mehr

Anschlag in Pîrsus (türkisch: Suruç): AKP-Regierung trägt Mitschuld

Pressemitteilung 4-2014

Frankfurt am Main, den 20. Juli 2015

Bei dem Anschlag in der nordkurdischen Stadt Pîrsus (türkisch: Suruç) sind mindestens 28 Menschen getötet und etwa 100 Personen verletzt worden. Das türkische Innenministerium sprach von einem „Terroranschlag“. Ersten Hinweisen zufolge gehe der Anschlag vermutlich auf das Konto der radikalislamischen... mehr

Nucleardeal with Iran: Kurds fear ongoing aggressions

Press release 3-2015

Frankfurt am Main, 14th of July 2015

The West celebrates the nuclear deal with Iran as an alleged breakthrough and thereby makes “a historic mistake”, is Kahraman Evsen, chairman of the German-Kurdish Lawyers Association, convinced of. “You can’t trust the Mullah-Regime in Teheran. The 12 million Kurds in Iran experience this... mehr

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